PANS LABYRINTH (ESP/MEX 2006) von Guillermo del Toro, MEX 2006
Der Film, der vor dem Hintergrund militärischer Repression in der Zeit nach dem spanischen Bürgerkrieg spielt, ist eine Mischung aus Filmdrama und Fantasyfilm.
1944 – Hauptmann Vidal befindet sich in den Bergen Nordspaniens. An einer verlassenen Mühle, die als sein Hauptquartier dient, macht er Jagd auf Partisanen. Vor kurzem hat er die jetzt hochschwangere Carmen geheiratet, welche bereits eine 12-jährige Tochter namens Ofelia hat. Als sich diese auf den Weg zum Hauptmann machen, hält das Automobil kurz, da Carmen sich übergeben muss. Etwas abseits der Straße findet das Mädchen eine Steinstatue, aus der ein übergroßes Insekt krabbelt...
Der Film wurde 2007 mit 3 Oskars und unzähligen anderen Preisen überhäuft.
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DER GENERAL (USA 1926) von Buster Keaton und Clyde Bruckman
Der General epische Filmkomödie von und mit Buster Keaton. Der Film spielt zur Zeit des amerikanischen Sezessionskrieges und basiert auf dem historisch verbürgten Andrews-Überfall vom 12. April 1862. Der Lokomotivführer Johnnie Gray nimmt einsam die Verfolgung seiner von nordstaatlichen Spionen entführten Lokomotive General auf. Mit Hartnäckigkeit und Erfindungsreichtum gelingt es ihm, sowohl seine Maschine als auch die Gunst seines geliebten Mädchens Annabelle Lee zurückzuerobern.
Der Film ist ein (Eisenbahn-)Meilenstein der Filmgeschichte was die Mensch-Maschine-Interaktion als Blockbuster-Kömodie anbelangt. Bis heute vollkommen unverständlich ist die Tatsache, dass der Film bei seiner Erscheinung floppte und Buster Keaton danach seine Karriere beendete. Vielleicht waren es die für die damaligen Verhältnisse enormen Produktionskosten und/oder Mission-Statement Zielkonflikte der Investoren die dazu führten, dass der Film erst in den 50er Jahren wieder gezeigt wurde. 1929 war die Weltwirtschaftskrise und nach 1930 war der Stummfilm Geschichte.
Nach der Suche nach geeigneten Drehorten entschied sich Keaton für die Gegend um Cottage Grove, Oregon, da die Originalschauplätze in Atlanta, Georgia und Chattanooga nicht seiner Vorstellung entsprachen. Neben der fotogeneren Landschaft konnte er dort auf das vorhandene Schienennetz zurückgreifen, das genau so roh und ungepflegt war, wie er es für seinen Film wollte.
Gedreht wurde auf 35 mm mit meist drei Kameras, manchmal vier, wobei eine Einstellung – von Ausnahmen abgesehen – stets mit zwei Kameras gefilmt wurde: Aus dem Material der zweiten Kamera wurde das Auslands-Negativ gefertigt, von dem aus in Europa sämtliche Kopien für den Kontinent gezogen wurden.
Keaton ließ Proben gerne mitfilmen. Nicht selten wurden diese ersten Aufnahmen im fertigen Film verwendet. Ein Beispiel dafür ist die Szene, in der Johnnie (Buster Keaton) und Annabelle (Marion Mack) am Wasserturm Kühlwasser nachfüllen wollen und Marion Mack überrascht von dem gewaltigen Wasserstrahl erfasst wird: Sie erzählte später, dass ihre Irritation, wie sie im Film zu sehen ist, nicht gespielt war; Keaton hatte sie nicht eingeweiht.
Mehr Vorsicht ließ Keaton bei einem Stunt walten, der zu seinen gefährlichsten in diesem Film zählte. Johnnie setzt sich, eben von seinem geliebten Mädchen verlassen, nachdenklich auf die Pleuelstange einer der Dampfloks. Als diese plötzlich langsam losfährt, bleibt Johnnie unbewegt darauf sitzen und wird in einer kreisförmigen Bewegung davongetragen. Die Gefährlichkeit dieser Einstellung, die in vielen späteren Rezensionen wegen ihrer Ausdruckskraft zitiert wird, blieb den meisten Zuschauern verborgen: Hätte der Maschinist beim Starten der Lokomotive etwas zu viel Dampf gegeben, hätten die Räder durchgedreht und Keaton wäre auf der Stelle tot gewesen. "Es war zwar kein großer Gag, aber für einen kleinen, feinen Lacher gut …"
